In my process, I like to examine color, form, and materiality as well as analyze how harmonious and aesthetic states are created through the medium. 

 My process can take from a few weeks to several months. The most time consuming part of painting is my constant need for reflection and observation of my work so far. This is strongly influenced by my material and digital realities. My way of painting is very intuitive but also slow, and compositionally arises from the constant questioning of necessity within the pictorial space. 

 Sometimes I paint on wood before carving the material away again. I may sew lines across my work or perhaps collage upon its face. In this way, I want to create a subtle dimensionality to my paintings. Through this process, I seek to add material illusions to minimal and graphic works. 

 Prior to my studies at the Academy of Fine Arts Nuremberg I studied classical violin in Korea, which I have been playing since I was seven years old. classical music became a part of my identity and still informs my work to this day. Observing the differences between artistic and musical production inspires my painting practice. I am fascinated by the physical mobile and transient nature of the musical performance. Painting on the other hand, seems to be the antithesis of this mode of production, which is deeply calm and stable in time. Typically my figures will be heavily distorted with a focus on fixation on the eyes and mind. My work focuses on these elements of the gestural body coming into action in a unique way.

 Although I do not consciously try to combine my painting with music, I have often been asked about the connection between the two. I am still exploring this deep part of my psyche, and learning to return to the fundamental rythms, movements, and vibrations of the paintbrush and bow. 

 In classical music, many complex harmonic and precise combinations of consonance and dissonance of different sound elements can be found. In my painting process, I see parallels between this element and the strokes of my brush, but I am only now beginning to understand the true relationship between music and my work. 

 

 Since 2018, I have also been artistically engaged with sound and am thus looking for a possible connection to my art and painting.

In meinen Bildern möchte ich Farbe, Form und Materialität untersuchen und analysieren, wie es zu harmonisch-ästhetischen Zuständen im Medium Malerei kommt.

 Der Prozess zum fertigen Bild kann von ein paar Wochen bis zu mehreren Monaten dauern. Am zeitaufwendigsten ist das Überlegen und Beobachten des malerischen Prozesses. Beides wird stark von meiner materiellen und digitalen Realität beeinflusst. Meine Malweise ist sehr intuitiv aber auch langsam und die Komposition entsteht aus dem ständigen Hinterfragen nach der Notwenigkeit innerhalb des Bildraumes.

 Manchmal male ich auf Holz und schnitze anschließend wieder Material weg, nähe Linien oder collagiere. Ich möchte auf diese Weise eine subtile Dreidimensionalität schaffen, welche beim Betrachten der Bilder erspürt werden kann. So möchte ich meiner reduzierten und graphischen Malerei noch einen weiteren haptischen Aspekt hinzufügen.

 Vor meinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studierte ich in Korea Geige, die ich spiele seit ich sieben Jahre alt war. Die klassische Musik war dadurch ein großer Teil von mir und spielt bis heute für mich eine wichtige Rolle. Aus meiner Perspektive ist es spannend, Unterschiede in den Arbeitsweisen von Musik und Kunst zu beobachten. Ich finde interessant, dass Musik sehr körperlich, beweglich und vergänglich ist. Meinen malerischen Prozess hingegen nehme ich als eher ruhig und zeitlich stabil wahr. Meine Malerei hat mehr mit denAugen und den Gedanken zu tun – das Gestisch-Körperliche tritt in einer anderen Weise in Aktion.

 Obwohl ich nicht bewusst versucht habe, meine Malerei mit Musik zu kombinieren, wurde ich oft gefragt, ob es von meinen Bildern eine Verbindung zur Musik gebe. Ich fragte mich, ob es tief in meinem Unterbewusstsein eine solche Verbindung gibt und ob die Assoziation zu Bewegung, Rhythmus und Schwingung eine Bedeutung für mich hat.

 In der klassischen Musik lassen sich viele komplex-harmonische und präzise Kombinationen von Konsonanz und Dissonanz, von verschiedenen Klangfarben und weiteren Sound-Elementen finden. In meinem Malereiprozess sehe ich Parallelen, allerdings ist es im Moment noch schwer zu fassen, wie genau mein musikalischer Hintergrund meine Malerei beeinflusst. Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich auch künstlerisch mit Sound und suche so eine mögliche Verbindung zu meiner Kunst und Malerei.